Dennings schenkt Moselanern reinen Wein ein

Ein lukrativer Job bringt Castor L. Dennings erneut an die Mosel. Das undurchsichtige Verhalten des Trierer Fensterfabrikanten Jochen Staudt veranlasst dessen Sohn, den Berliner Privatdetektiv zu beauftragen. In der ältesten Stadt Deutschlands angekommen, wird Dennings schnell klar, dass üble Machenschaften hinter der plötzlichen Nervosität und Unruhe des Unternehmers stecken müssen. Der unerwartete Tod eines Kollegen, der dem Geschäftsmann ebenfalls an den Fersen hing, verstrickt Dennings immer weiter in ein Konstrukt aus Ungereimtheiten.

"Überall stolpert man mittlerweile über Gebäude mit Glasfassaden", erzählt Ansgar Sittmann, der diesen weltweiten Trend der Architektur in seinen neusten Mosel-Krimi "Ein glasklarer Mord" einfließen ließ. Ebenso wie der Protagonist seiner Romane lebt der Autor in Berlin. Mit seinen Kriminalromanen kehrt er zu seinen eigenen Wurzeln zurück und lässt mancherorts Erinnerungen seiner Jugend einfließen. "In Schweich besucht Dennings ein Internet-Café. Früher war dort die Disco "Astoria", in der die Jungs von der Theke aus die Mädchen auf der Tanzfläche ins Visier nahmen", verrät Sittmann, und wird damit auch so manchen Leser in Nostalgie schwelgen lassen. Andere Örtlichkeiten entstammen hingegen der Fantasie des Autors. So wird man das Bordell "Scheherazade" in und um Bitburg vergebens suchen.

Sittmann, der als Beamter des Auswärtigen Amts arbeitet, entdeckte seine eigene Heimatverbundenheit bei seinen zahlreichen Auslandsaufenthalten. Wie sehr er seiner Geburtsstadt verbunden ist, lässt auch seinen Privatdetektiv nicht kalt. Dennings, der neben der guten Küche besonders die große Auswahl an Weinen zu schätzen weiß, denkt während seiner Ermittlungen ernsthaft darüber nach, seinen Wohnsitz ins Moseltal zu verlegen.

"Ein glasklarer Mord" von Ansgar Sittmann ist im KBV-Verlag erschienen (978-3-95441-168-9) und als Taschenbuch ab sofort im Handel zum Preis von 9,20 € erhältlich.

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