Auf dem Land lässt sich schöner morden

In der Hoffnung, dass das Gras woanders grüner ist, kehrt Sonja Senger dem Kölner Stadtleben den Rücken. Gerade in ihrer neuen Heimat Trier angekommen, muss sich die frustrierte Kommissarin dem spurlosen Verschwinden mehrerer durchreisender Herren widmen. Hat die Bildhauerin Muriel etwas mit dem mysteriösen Fall zu tun? Sonja Senger wittert ein Geheimnis hinter der Maske der schönen Künstlerin.

"Atemnot" ist der erste Fall, den Carola Clasen ihrer Protagonistin auf den Leib geschrieben hat. Die Ausschreibung "Frauen morden anders" hatte die Autorin 1998, damals als Moderatorin fürs Radio tätig, inspiriert, Papier und Stift in die Hand zu nehmen. "Auf dem Land lässt es sich schöner morden", entschied Carola Clasen, und schickte Sonja Senger in ihrer "Geburtsstunde" in die Moselmetropole.

Doch der Umzug bringt für die Kommissarin nicht die erhoffte Wendung. Meist hin- und hergerissen, fühlt sie sich von ihren Kollegen missverstanden oder wagt, nicht zum Gefallen ihres Vorgesetzten, riskante Alleingänge. "Bei ihren Ermittlungen ergründet Sonja Senger, warum jemand zu so einer Tat fähig ist und enttarnt auf diese Weise den Bezug zum Opfer", erklärt Carola Clasen, die in ihren Büchern aus harmlosen Menschen nach jahrzehntelanger Quälerei Kriminelle werden lässt. Dabei erlebt die Kommissarin menschliche Abgründe, die sie auch in ihrem eigenen ruhelosen Leben keinen festen Platz finden lassen. Die Fälle der unkonventionellen Ermittlerin jedenfalls haben der Autorin den Titel "Queen of Eifel-Crime" eingetragen.

Mit der Neuauflage von "Atemnot" ist nun auch Carola Clasens Krimi-Debüt in der "Sonja Senger"-Reihe des KBV-Verlags erschienen (ISBN 978-3-95441-162-7) und als Taschenbuch ab sofort im Handel zum Preis von 8,90 € erhältlich.

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