Mysterium Gehirn – Fluch und Segen der Gedanken

Der Mensch denkt. Und er entscheidet selbst, an welchen Ergebnissen dieses Prozesses er seine Umwelt teilhaben lässt. Es sei denn, Fred ist in der Nähe. Er empfängt in seinem Kopf, was sich in Gehirnen anderer gerade abspielt. Wortfetzen und Sinneseindrücke finden unsortiert den Weg zu ihm und lassen ihn oftmals regelrecht verzweifeln.

"Im Zusammenhang mit den NSU-Morden habe ich mir vorgestellt, welche Eigenschaften ein Ermittler haben muss, wenn zwischen Opfer und Täter keinerlei Verbindung besteht", erklärt Gunter Gerlach. "Er muss Gedanken lesen können", so das Fazit des Autors, der mit "Der Mensch denkt" seinen Protagonisten auf ungewöhnliche Weise den Spuren des Mörders folgen lässt. Dabei hat Gerlach, für den die Gehirnforschung und die Entstehung von Kreativität schon immer ein spannendes Thema war, die Mechanismen seiner eigenen Gedanken zu ergründen versucht. „Ich bin manchmal selbst überrascht, was so alles aus mir herauskommt“, erzählt der Autor, für den Schreiben das reinste Vergnügen bedeutet.

Inspiriert durch das Hamburger „Karoviertel“, in dem er bis vor kurzem selbst gelebt hat, hat Gerlach einen Kriminalfall konstruiert, in dem Frederik Peters, gefangen zwischen Fiktion und Wirklichkeit, dem Mörder immer näher kommt. Und auch Inez Kartofsky, die als Kommissarin zur Aufklärung der Todesfälle in Freds Leben tritt, wird Teil seiner bizarren Gedankenwelt.

"Der Mensch denkt" von Gunter Gerlach ist als Taschenbuch (ISBN 978-3-95441-167-2) ab sofort im Handel zum Preis von 9,20 € erhältlich.

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