Interview mit Klaus Wanninger: „Viele Fans sind in ihrer Freizeit auf den Spuren meiner Kommissare unterwegs …“

Der Erfolgsautor aus Schwaben.
Mit seiner Krimi-Reihe in und aus dem Schwabenland begeistert er seit vielen Jahren.
Wanningers Schwaben-Landkarte ist blutrot gefärbt. Nun erscheint mit „Schwaben-Träume“ der 18.  Band – Hochspannung im malerischen Schwarzwald.



„Viele Fans sind in ihrer Freizeit auf den Spuren meiner Kommissare unterwegs …“


Wie erklären Sie sich den großen Erfolg Ihrer äußerst langlebigen Schwaben-Krimireihe?
Wanninger: Viele Leserinnen und Leser schätzen die spannende Handlung und die oft in die Irre führenden Verdächtigungen, denen sie immer wieder unterliegen. Fast jeder Krimi geht ganz anders aus, als sie es anfangs vermuten - die Handlung bleibt aber immer logisch und nachvollziehbar. Viele Personen lassen sich in ähnlicher Gestalt im realen Leben wiederfinden.


Sicherlich kriegen Sie viele positive Rückmeldungen zu Ihren Krimis. Was schätzen die Fans am meisten?
Wanninger: Es gibt viele, die inzwischen mit meinen Kommissaren mit leben. Sie fiebern mit, ob und wie deren berufliche, aber auch private Probleme gelöst werden. Viele Fans sind in ihrer Freizeit auch auf den Spuren meiner Kommissare unterwegs und besuchen die Orte, Cafés und Sehenswürdigkeiten, die in den Büchern auftauchen.


Zum 18.  Mal schicken Sie die Kommissare Neundorf und Braig auf Mörderjagd. Wie sehr sind Ihnen die beiden Ermittler inzwischen ans Herz gewachsen?
Wanninger: Beide Ermittler sind mir sehr ans Herz gewachsen. Immerhin schreibe  ich jetzt seit bald 20 Jahren über sie. Ich habe ja real lebende Vorbilder für die beiden Kommissare und überlege ständig, was aus deren Leben, in veränderter Form,  ich in die Bücher übernehmen kann.
 

Dieses Mal ist es ausgerechnet der idyllische Schwarzwald, den ein Mörder unsicher macht. Welche authentischen Orte kann der Leser in „Schwaben-Träume“ entdecken?
Wanninger: Bad Wildbad mit seinem urigen Kurpark spielt eine wichtige Rolle, aber auch das Zentrum von Ludwigsburg, Karlsruhe/Innenstadt und Dörfle.  Stuttgart, besonders der Vorort Bad Cannstatt. Esslingens Altstadt; Besigheim, Kornwestheim - der Friedhof. Der Erlebnispark Tripdrill. Die Stadt Asperg. Ravensburg und Umgebung. Biberach und Umgebung. Ulm.



Ein Mord in Bad Wildbad vor Zeugen ist nur der Beginn für einen grausamen Rachefeldzug. Gibt es eine reale Vorlage für diese Geschichte?
Wanninger: Es gibt reale Vorlagen für ähnliche Geschehen: Ich möchte hier aber nichts dazu sagen, weil ich sonst zu viel von der doch recht verzwickten Handlung verrate!
 

Auch der lokale Dialekt kommt in Ihren Geschichten immer wieder vor. Wie wichtig ist es Ihnen, auch das Schwäbische in Ihren Büchern festzuhalten?
Wanninger: Mundart benutze ich nur sparsam, damit alle Leser dem Geschehen folgen können. Es gibt aber Personen und deren Situationen, die einfach so schwätzet, wie ihne der Schnabel gewachsen isch. Das klingt authentischer, weil die auch in der Realität nie Hochdeutsch sprechen würden.

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