An den Pranger gestellt – damals wie heute

Sein Vater hatte ihm in Kindheitstagen die Angst vor Gespenstern und unheimlichen Wesen genommen. Doch nun wusste Andreas Berger, dass dieser sich geirrt hatte. Denn der 35-Jährige befand sich in einer aussichtlosen Lage, gefesselt an die Gerichtssäule im Freilichtmuseum Kommern, hilflos seinem Henker ausgeliefert.

"Die Gerichtssäule hat mich schon als Kind fasziniert", erklärt Stefan Barz, für den mit dem Herrschaftszeichen aus vergangenen Tagen schnell der Grundstein für seinen ersten Kriminalroman "Schandpfahl" gelegt war. Eine Idee, mit der er im Frühjahr 2014 die Jury des Jacques-Berndorf-Preises überzeugte.

Die eigentliche Herausforderung begann nach der Entscheidung der Jury, denn nun mussten um den Tatort und die erste Leiche weitere Handlungsstränge folgen. "Ich habe mich mit Jan Grimberg für einen Anfänger entschieden, der nicht immer alles richtig macht. Ralf Steiner als erfahrener Kollege steht ihm als unsympathischer Mentor gegenüber, was die Sache für den angehenden Kommissar nicht vereinfacht", verrät der gebürtige Mechernicher, der heute mit seiner Familie in Wuppertal lebt. In arbeitsreichen Nächten gelang es dem 39-Jährigen, am Schandpfahl weitere Opfer zu platzieren, falsche Spuren zu legen und mit Referendarin Jenny dem jungen Ermittler gehörig den Kopf zu verdrehen.

Das Krimi-Debut von Stefan Barz wurde vom nordrhein-westfälischen Eifel-Landkreis Euskirchen mit dem Jacques-Berndorf-Preis 2014 ausgezeichnet, der im Rahmen des Festivals »Nordeifel Mordeifel« als Förderpreis für Eifelkrimis verliehen wird.

"Schandpfahl" von Stefan Barz (ISBN 978-3-95441-188-7) ist als Taschenbuch ab sofort im Handel zum Preis von 9,50 € erhältlich.

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