Opa Bertold zwischen Revolverhelden und Schamanismus

Vier Tote – regelrecht hingerichtet – am helllichten Tag in einem Antiquitätengeschäft in Düren, da gibt es für Opa Bertold mit seiner detektivischen Spürnase natürlich kein Halten mehr. Als auch noch ein Medizinmann aus dem Kongo mit einem Zeitungsartikel über den rüstigen Rentner aufkreuzt und mit seinen mystischen Fähigkeiten weitere Rätsel aufgibt, werden sämtliche Warnungen an den Alten, sich diesmal aus dem Fall rauszuhalten, selbstredend in den Wind geschrieben.

Zwischen Cowboys und Indianern, die in guter Wildwestmanier mit ihren Gäulen durch die Eifeler Prärie reiten, verwickelt sich Opa Bertold immer tiefer in die Geschäftspraktiken dubioser Schmuggler, bis ihm das Wasser regelrecht bis zum Hals steht.

"Die Eifel als der Wilde Westen Deutschlands war für mich schon immer ein Thema", erklärt Guido M. Breuer, der nun in "Alte Sünden" raubeinige Revolverhelden eigene Gesetze schreiben lässt. Als echter Westernfan, der Klassiker wie "Spiel mir das Lied vom Tod" zu seinen Lieblingsfilmen zählt, verknüpft der Autor Sequenzen legendärer Western mit dem Eifeler Kaffeeschmuggel der Nachkriegszeit. Der lukrative Schwarzhandel zwischen Deutschland und Belgien von einst, illegale Geschäfte mit Artefakten von heute und jede Menge Lokalkolorit ergeben im bereits fünften Fall für den ungewöhnlichen Ermittler aus der "Seniorenresidenz Burgblick" in Nideggen einen spannenden Kriminalfall, der trotz einer humoristischen Seite zwischen Tipis und Lagerfeuerromantik den Ausverkauf fremder Kulturen unter die Lupe nimmt.

"Alte Sünden" von Guido M. Breuer (ISBN 978-3-95441-163-4) ist als Taschenbuch ab sofort im Handel zum Preis von 9,50 € erhältlich.

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